Lodz – Vom „Manchester des Ostens“ in eine ungewisse Zukunft
Polnische, deutsche und jüdische Geschichte in einer europäischen Metropole
Das Seminar wird voraussichtlich ab Dezember 2026 buchbar sein. Der Preis 2027 steht noch nicht fest und kann vom hier angegebenen Preis abweichen.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Lodz innerhalb weniger Jahrzehnte von einer kleinen Stadt zu einem der bedeutendsten Industriezentren Mittel- und Osteuropas. Vor allem deutsche Unternehmer und große Zuwanderungsbewegungen prägten diesen Aufstieg. Es entstand eine multinationale Stadtgesellschaft, in der Polen, Deutsche, Juden und Russen zusammenlebten und zugleich große soziale Gegensätze aufeinandertrafen.
Das 20. Jahrhundert brachte tiefgreifende Brüche. Die deutsche Besatzung, die Verfolgung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung sowie die Folgen des Zweiten Weltkriegs veränderten die Stadt grundlegend. Nach 1945 wurde Lodz zu einem Zentrum der sozialistischen Industrie und des polnischen Films. Mit dem politischen und wirtschaftlichen Umbruch nach 1989 verlor die traditionelle Industrie ihre Grundlage, Arbeitslosigkeit und Bevölkerungsrückgang prägten die folgenden Jahre.
Heute versucht Lodz, sein industrielles Erbe mit wirtschaftlicher und städtischer Erneuerung zu verbinden. Das Seminar nimmt diese Entwicklung in den Blick und fragt nach den historischen Verflechtungen mit Deutschland sowie nach den politischen, sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen im europäischen Kontext.
Anerkannt als Bildungsurlaub bzw. anerkannter Bildungsträger für Bildungsurlaub/Bildungszeit in: Baden-Württemberg, Saarland
Anerkennung möglich in: Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen