Der Aletschgletscher – Landschaft im Wandel

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Der Aletschgletscher ist der größte Eisstrom der Alpen – und zugleich ein eindrücklicher Ort, an dem sich Veränderungen des Klimas unmittelbar beobachten lassen. Das naturnah gelegene Pro Natura Zentrum Aletsch bietet dabei einen besonderen Ausgangspunkt für das Seminar.

Die Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn-Region gehört zu den eindrucksvollsten Hochgebirgslandschaften Europas. Im Zentrum steht der Aletschgletscher – mit über 20 Kilometern Länge der größte Eisstrom der Alpen und Teil des UNESCO-Weltnaturerbes.

Was sich auf den ersten Blick als gewaltige, ruhende Eisfläche zeigt, ist tatsächlich ein dynamisches System: Am Konkordiaplatz vereinigen sich mehrere mächtige Firnströme zu einem bis zu 800 Meter dicken Eiskörper, der sich langsam talabwärts bewegt und seit Jahrtausenden die Landschaft formt.

Gleichzeitig lässt sich hier der Klimawandel besonders deutlich beobachten. Der Gletscher verliert seit Jahren kontinuierlich an Länge und Masse – und gibt dabei neue Flächen frei, auf denen sich Schritt für Schritt Pflanzen ansiedeln. Diese Entwicklung macht grundlegende ökologische Prozesse im Hochgebirge unmittelbar sichtbar.

Unser Seminarort liegt auf der Riederalp am Rand dieses Schutzgebietes. Die Unterbringung im Pro Natura Zentrum Aletsch erfolgt in einem einfachen, naturnah geführten Haus mit besonderem Bezug zur Umweltbildung. Das Zentrum ist zugleich Informations- und Bildungsort des Naturschutzes in der Region und eröffnet durch seine Lage einen direkten Zugang zur alpinen Landschaft.

Von hier aus führen Exkursionen in unterschiedliche Höhenstufen: zu Gletscherblickpunkten, durch alte Bergwälder und in neu entstehende Lebensräume im Gletschervorfeld. Themen wie Klimawandel, Wassernutzung und alpine Ökosysteme werden dabei nicht nur vermittelt, sondern vor Ort erfahrbar gemacht.

Die besondere Lage des Hauses – mit weitem Blick über die Bergwelt – schafft zudem Raum für gemeinsames Lernen und Austausch in einer Landschaft, die sich sichtbar verändert.

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